Provinz St.Kapistran

Der OFS besteht schon bald seit 800 Jahren, seit kurzem unter dem Namen Dritter, weltlicher Orden des hl. Franziskus. Wir sind eine Gemeinschaft die für alle offen ist, ob Laien (Männer und Frauen), Diakone, Priester und Bischöfe, und sie formt den einzelnen für sein Leben in Familie, Beruf, in Kirche und Welt. Sie gibt Gelegenheit, die geschwisterliche Begegnung zwischen Menschen verschiedener Herkunft, Bildung und Stellung einzuüben. Die Mitglieder sind nicht auf bestimmte Aufgaben festgelegt. Sie möchten kirchliche Dienste übernehmen und Zeugnis geben durch ihr Leben, auch und vor allem in der jeweiligen Ortskirche.

Die Schwestern und Brüder der Gemeinschaft wohnen nicht gemeinsam, sondern mit ihren Familien, oder allein. In vielen Gemeinden bestehen kleinere Gruppen, die über die monatliche Versammlung hinaus zu Gebet, Franziskusabenden, Austausch oder Arbeit (Planungen) zusammenkommen.

 

Sollten Sie den Wunsch nach mehr geistiger Orientierung verspüren oder etwas mehr Ruhe und Stille zu finden, um über sich und die Welt nachdenken zu können oder mit Gott ins Gespäch zu kommen, dann dürfen wir Sie zu unseren Einkehrtagen, Gebetsabenden, Meditations- und Bibelrunden herzlich einladen. Auch wenn Sie noch nicht Mitglied des OFS sind.

Dasselbe gilt auch von den von uns organisierten Wallfahrten ( Ereignisse ) . Bitte beahten Sie unsere Mitteilungen, nehmen Sie Kontakt mit uns auf, fragen Sie nach welche Angebote wann und wo gemacht werden.

 

Eine gute Gelegenheit den OFS näher kennen zu lernen. Wir freuen uns schon sehr darauf, Sie/Dich schon bald in einem unserer Häuser begrüßen zu dürfen!

 

Vor einigen Jahren wuchsen Südtirol und Österreich zur Ordensprovinz St.Johann Kapsitran zusammen um gemeinsam besser planen und koordinieren zu können.

Wer war aber der heilige Giovanni Capistrano?

 

 

Geboren wurde Giovanni am 24. Juni 1386 in Capestrano in den Abruzzen in Italien. Johannes war der Sohn eines - vermutlich deutschen - Adeligen, der mit Ludwig von Anjou ins Königreich Neapel gekommen war und als Lehensmann des Grafen von Celano in Capestrano wirkte. Der Vater starb früh, das hochbegabte Kind studierte in Perugia Jura. Als 26-jähriger wurde er Richter in Perugia und verlobte sich mit einer Grafentochter. 1415 wurde er in den Wirren des italienischen Städtekrieges ins Gefängnis geworfen und erlebte dort eine Bekehrung. Er ließ seine Ehe wieder lösen und trat nach seinem Loskauf aus der Haft 1416 in Perugia in den Konvent der Franziskanerobservanten in Monteripido ein. Hier schloss er bald schon Freundschaft mit Bernhardin von Siena. Nach seiner Priesterweihe um 1418/1420 hielt er sich kurz am Hof von Papst Martin V. in Mantua auf, dann wurde er Vikar der Observanten in den Abruzzen. Bald begann er mit großem Erfolg, als Volksprediger und Inquisitor zu wirken: die Kirchen waren zu klein, Plätze überfüllt, Geleitzüge umringten ihn.

Auch seinen Freund Bernhardin von Siena begleitete Johannes auf Missionsreisen und wirkte wie dieser für die Wiederherstellung des durch Schisma und Konziliarismus geschwächten Papsttums. In Bernhardins Auftrag arbeitete er mit an der inneren Reform des Franziskanerordens, die 1446 in einer - die formale Einheit des Ordens wahrenden - Unabhängigkeit der Observanten ihren vorläufigen Abschluss fand; bei dieser Arbeit kam ihm seine juristische Ausbildung zustatten.

Im Auftrag des Papstes führte die Predigttätigkeit Johannes 1451 bis 54 durch das geistig zerissene und religiös darnieder liegende Europa nach Deutschland, Österreich, Böhmen, Polen und in die Niederlande, was der religiösen Erneuerung des Klerus und der Laien wie auch der Bekämpfung der Hussiten diente. In Augsburg predigte er 1452 und wieder 1454 vor großen Menschenmengen, so dass er von Stadtknechten geschützt werden musste, und heilte Kranke. Zeitweise war wieder Bernhardin von Siena sein Begleiter. Bei den Reichstagen in Frankfurt 1454 und in Wiener Neustadt 1455 warb er für den Kampf gegen die andrängenden Türken. 1455/56 wirkte er als Kreuzzugsprediger gegen die Türkengefahr; seiner die fast schon geschlagenen Soldaten aufmunternden Predigt wird auch der Gewinn der Schlacht von Belgrad 1456 und damit die Rettung des Abendlandes zugeschrieben.

Johannes predigte 40 Jahre lang täglich, die Menschen hingen an seinen Lippen. Er gründete Krankenhäuser, organisierte Sozialarbeit, war ein gefragter Beichtvater und immer wieder einflussreicher Ratgeber für verschiedene Herrscher. Er hinterließ neben seinen meist in Ab- oder Mitschriften überlieferten Predigten zahlreiche Briefe, Gutachten und homiletische sowie moraltheoligische Schriften. Intensiv bemühte er sich um die Heiligsprechung Bernhardins von Siena, die 1450 tatsächlich erfolgte.

 

Johannes wurde in der Franziskanerkirche in Ilok, Kroatien, bestattet, sein Grab wurde 1526 in der Reformation zerstört, die Reliquien sind verschollen.

 

Kanonisation: 1622 wurde Johannes selig- und am 16. Oktober 1690 von Papst Alexander VIII. heiliggesprochen; die Urkunde über die Kanonisation wurde aber erst 1724 von Papst Benedikt XIII. ausgestellt.

Attribute: Kreuzfahne, Stern ; Patron der Militärseelsorger

 

 

 

Kirche St. Johann Kapistran; München

Kirche St. Johann Kapistran;

Wien Brigittenau